Frisch Auf! Bielefeld

Anfrage 1249/2020-2025 · Haupt-, Wirtschaftsförderungs- und Beteiligungsausschuss · 21. April 2021 · TOP 2.2

Treibhaus -Bilanzierungsarten der Interargem GmbH

Gefragt

Die Wählergemeinschaft Bürgernähe erkundigt sich nach den Methoden der Treibhausgas-Bilanzierung, die die Interargem GmbH bei der Müllverbrennungsanlage Bielefeld-Herford sowie bei der Erzeugung von Fernwärme anwendet. Hintergrund ist ein Bericht über den Ausbau des Fernwärmenetzes und das Interesse an der Vergleichbarkeit von Emissionsdaten.

Antwort der Verwaltung

Die Verwaltung leitet eine Stellungnahme der MVA Bielefeld-Herford GmbH weiter, wonach dort keine normierten Bilanzierungsarten wie Quellen- oder Verursacherbilanzen genutzt werden, da die Anlage nicht unter das europäische Emissionshandelssystem fällt. Stattdessen werden CO2-Frachten seit 2007 im Rahmen des Europäischen Schadstoffregisters (E-PRTR) und biogene Anteile seit 2013 ermittelt. Die CO2-Emissionen der erzeugten Fernwärme werden nach dem AGFW-Merkblatt FW 309 Teil 6 berechnet und gutachterlich zertifiziert.

  • Der berechnete Emissionsfaktor liegt gerundet bei 1,0 Tonne CO2 pro verbrannter Tonne Abfall.
  • Der biogene Anteil der CO2-Fracht betrug im Jahr 2020 51 Prozent (208.904 Tonnen biogenes CO2).
  • Im Berichtsjahr lag die gesamte CO2-Fracht bei 378.000 Tonnen pro Jahr, wovon 187.000 Tonnen fossilen Ursprungs waren.
  • Die spezifischen CO2-Emissionen der erzeugten Fernwärme liegen laut aktuellem Zertifikat bei 15,97 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Fernwärme.

Von einer KI zusammengefasst – maßgeblich sind die verlinkten Originaldokumente.