Gefragt
Die Wählergemeinschaft Bürgernähe erkundigt sich nach den Methoden der Treibhausgas-Bilanzierung bei der Müllverbrennungsanlage Bielefeld-Herford, seit wann diese angewendet werden und wie die Emissionen bei der Fernwärmeerzeugung bilanziert werden. Hintergrund sind Berichte über den klimafreundlicheren Ausbau des Fernwärmenetzes an den Universitätsneubauten.
Antwort der Verwaltung
Für die Anlage werden keine normierten Methoden wie Verursacher- oder Quellenbilanzen angewendet, da sie nicht unter das europäische Emissionshandelssystem fällt. Stattdessen werden CO2-Frachten seit 2007 für das europäische Schadstoffregister E-PRTR berechnet und biogene Anteile seit 2013 erfasst. Für die erzeugte Fernwärme werden die spezifischen Emissionen nach Vorgaben des Verbands AGFW ermittelt und regelmäßig durch Gutachter zertifiziert.
- Der berechnete Emissionsfaktor beträgt aufgerundet 1,0 Tonnen CO2 pro verbrannter Tonne Abfall.
- Im Jahr 2020 lag der biogene Anteil bei 51 Prozent beziehungsweise 208.904 Tonnen CO2.
- Die gesamte CO2-Fracht betrug im Berichtsjahr 378.000 Tonnen, wovon 187.000 Tonnen fossilen Ursprungs waren.
- Die erzeugte Fernwärme ist aktuell mit 15,97 Gramm CO2 pro Kilowattstunde zertifiziert.
Von einer KI zusammengefasst – maßgeblich sind die verlinkten Originaldokumente.