Frisch Auf! Bielefeld

Anfrage 0833/2025-2030 · Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz · 25. März 2026 · TOP 3.1

"Grüngasquote" bei Gasheizungen

Anfrage von Die Linke vom 08.03.2026

  • Linke
Anfrage und Antwort – von einer KI zusammengefasst
Gefragt
Die Ratsfraktion Die Linke erkundigt sich nach den Auswirkungen der geplanten „Grüngasquote“ auf die Stadtwerke Bielefeld, die städtischen Klimaziele und die künftigen Heizkosten. Hintergrund sind Pläne der Bundesregierung im Rahmen des Gebäudemodernisierungsgesetzes, verpflichtende Quoten für grünes Gas und Öl statt bisheriger Vorgaben für erneuerbare Energien einzuführen.
Antwort der Verwaltung
Die Stadtwerke Bielefeld teilen mit, dass eine verlässliche Beurteilung noch nicht möglich ist, da die gesetzlichen Vorgaben weder rechtlich noch inhaltlich final ausgestaltet sind. Die Stadtwerke wären auf den Zukauf von grünem Gas angewiesen, dessen Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit jedoch unklar sind, da das bundesweite Biomethanpotenzial den Erdgasbedarf bei weitem nicht deckt. Durch die Neuregelung droht ein langsameres Erreichen der Klimaziele, zudem ist davon auszugehen, dass Heizen mit Gas durch steigende CO2-Preise, teures Grüngas und höhere Netzentgelte langfristig deutlich teurer wird als Alternativen wie Fernwärme oder Wärmepumpen.
Zahlen
  • Das bundesweite Biomethanpotenzial liegt heute bei etwa 10 TWh und könnte bis 2030 auf 60 bis 70 TWh steigen.
  • Allein der heutige Erdgasverbrauch für Raumwärme liegt in Deutschland bei rund 320 TWh.
  • Diskutiert wird derzeit ein Start der Grüngasquote mit bis zu 1 Prozent ab 2028 und 10 Prozent ab 2029.

#Grüngasquote #Gasheizungen #Stadtwerke #Heizkosten #Klimaschutz

Ausgewertet: 0833 Anfrage Die Linke Gruengasquote Gasheizungen · 0833 Antwort Anfrage Gruengasquote Gasheizungen

Im Ratsinformationssystem

Behandelt in

Alle Anfragen der Wahlperiode 2025–2030